Saisonal im Herbst: Was jetzt bei uns wächst und warum es sich lohnt

Saisonal im Herbst: Was jetzt bei uns wächst und warum es sich lohnt

Saisonal im Herbst: Was jetzt bei uns wächst und warum es sich lohnt

Der Herbst ist für mich die schönste Zeit zum Kochen. Die Tage werden kürzer, draußen wird es kühler, und auf den Wochenmärkten und in den Hofläden hier im Ammerland liegen Kürbisse, Äpfel und Kohl in allen Farben. Saisonal zu essen ist eine der einfachsten Möglichkeiten, sich gesund, lecker und dabei auch noch günstig zu ernähren. In diesem Beitrag stelle ich dir meine Herbst-Lieblinge vor und verrate dir zwei einfache Rezepte.

Warum saisonal und regional?

  • Mehr Geschmack: Obst und Gemüse aus der Region werden reif geerntet und nicht unterwegs nachgereift. Das schmeckt man.
  • Mehr Nährstoffe: Kurze Transportwege und kurze Lagerzeiten bedeuten, dass mehr Vitamine erhalten bleiben.
  • Günstiger: Was gerade Saison hat, gibt es in großen Mengen. Das merkt man am Preis.
  • Gut für die Umwelt: Keine langen Flugwege, keine beheizten Gewächshäuser.
  • Gut für die Region: Du unterstützt die Höfe und Betriebe direkt vor deiner Haustür.
  • Mehr Abwechslung: Wer mit der Saison kocht, isst automatisch vielfältiger über das Jahr.

Meine Herbst-Lieblinge im Porträt

Kürbis

Kürbis ist der Star des Herbstes. Er ist kalorienarm, macht aber durch seine Ballaststoffe gut satt. Seine orange Farbe verdankt er dem Beta-Carotin, einer Vorstufe von Vitamin A, die gut für Haut und Augen ist. Hokkaido ist mein Favorit, denn seine Schale wird beim Kochen weich und muss nicht entfernt werden. Butternut ist etwas milder und cremiger.

Äpfel

Wir leben in einer Apfelregion, und das darf man ruhig ausnutzen. Äpfel liefern Ballaststoffe wie Pektin, die gut für die Verdauung sind und den Blutzucker stabil halten. Viele alte Sorten vom Hofladen sind außerdem besser verträglich für Menschen, die auf Supermarktäpfel empfindlich reagieren.

Rote Bete

Rote Bete hat einen erdigen, leicht süßlichen Geschmack und eine unglaubliche Farbe. Sie enthält Folsäure, Kalium und natürliches Nitrat, das die Durchblutung unterstützen kann. Lecker roh geraspelt im Salat, aus dem Ofen oder als Suppe.

Grünkohl

Unser norddeutscher Klassiker ist ein echtes Kraftpaket. Grünkohl liefert viel Vitamin C, Calcium, Vitamin K und Ballaststoffe. Er muss nicht immer mit Pinkel und Kasseler auf den Tisch kommen. Kurz gegart schmeckt er auch toll in der Pfanne, im Eintopf oder als Chips aus dem Ofen.

Weißkohl und Rotkohl

Kohl ist lange haltbar, günstig und unglaublich vielseitig. Roh als Krautsalat, geschmort als Beilage oder im Eintopf. Er enthält viel Vitamin C, das gerade in der Erkältungszeit willkommen ist.

Birnen und Pflaumen

Süß, saftig und perfekt als Snack oder fürs Frühstück. Im Quark, im Porridge oder kurz gebraten mit etwas Zimt ersetzen sie so manche Süßigkeit.

Außerdem jetzt in Saison

Karotten, Pastinaken, Sellerie, Lauch, Zwiebeln, Kartoffeln, Rosenkohl und Pilze.

Einkaufstipps

  • Wochenmarkt und Hofladen: Hier bekommst du Ware, die oft erst am Vortag geerntet wurde, und kannst direkt nachfragen.
  • Auf die Herkunft achten: Auch im Supermarkt steht auf dem Schild, woher das Gemüse kommt.
  • Gemüsekiste: Viele Höfe in der Region liefern wöchentlich eine Kiste mit dem, was gerade wächst.
  • Vorrat anlegen: Äpfel, Kürbis, Kohl und Wurzelgemüse halten kühl und dunkel gelagert oft wochenlang.

Rezept 1: Schnelle Kürbissuppe mit roten Linsen

Diese Suppe wärmt, macht lange satt und bringt dank der Linsen eine gute Portion Eiweiß mit.

Für 4 Portionen, fertig in etwa 30 Minuten:

  • 1 Hokkaido-Kürbis (ca. 1 kg)
  • 1 Zwiebel
  • 1 Stück Ingwer (daumengroß)
  • 100 g rote Linsen
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 200 ml Kokosmilch oder Milch
  • 1 EL Rapsöl
  • Salz, Pfeffer, 1 TL Curry
  • Kürbiskerne zum Bestreuen

So geht's:

  1. Kürbis waschen, halbieren, entkernen und mit Schale in Würfel schneiden. Zwiebel und Ingwer fein hacken.
  2. Zwiebel und Ingwer im Öl glasig andünsten, das Curry kurz mitrösten.
  3. Kürbis und Linsen dazugeben, mit Brühe aufgießen und etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis alles weich ist.
  4. Kokosmilch oder Milch dazugeben und alles fein pürieren.
  5. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett kurz rösten und über die Suppe streuen.

Tipp: Die Suppe lässt sich prima einfrieren. Koch gleich die doppelte Menge.

Rezept 2: Ofengemüse mit Rote Bete, Apfel und Feta

Ein Blech, wenig Arbeit, viel Geschmack.

Für 2 Portionen, fertig in etwa 40 Minuten:

  • 2 Knollen Rote Bete
  • 2 Karotten
  • 1 Pastinake
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Apfel
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Thymian
  • 100 g Feta
  • 1 Handvoll Walnüsse
  • Salz und Pfeffer

So geht's:

  1. Den Ofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Rote Bete schälen und in Spalten schneiden (am besten mit Handschuhen). Karotten und Pastinake in Stücke, Zwiebel in Spalten schneiden.
  3. Alles mit Öl, Thymian, Salz und Pfeffer mischen und auf einem Blech verteilen. Etwa 25 Minuten backen.
  4. Den Apfel in Spalten schneiden, dazugeben und weitere 10 Minuten backen.
  5. Feta darüberbröseln und mit gehackten Walnüssen bestreuen.

Tipp: Dazu passt ein Klecks Kräuterquark. So kommt noch mehr Eiweiß auf den Teller.

Fazit

Gesund essen muss weder teuer noch kompliziert sein. Wer mit der Saison kocht, bekommt die besten Zutaten ganz nebenbei, tut der Region etwas Gutes und bringt Abwechslung auf den Teller. Schau doch diese Woche mal auf dem Wochenmarkt oder im Hofladen vorbei.

Was ist dein liebstes Herbstgemüse? Und hast du ein Lieblingsrezept dafür? Teil es gern mit uns in den Kommentaren.

Deine Jenny

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