Trinken nicht vergessen: Warum wir ab 50 bewusster trinken sollten
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Trinken nicht vergessen: Warum wir ab 50 bewusster trinken sollten
Viele Menschen ab 50 trinken zu wenig und merken es gar nicht. Müdigkeit am Nachmittag, ein dumpfer Kopf oder Konzentrationsprobleme werden dann schnell auf das Alter, das Wetter oder schlechten Schlaf geschoben. Dabei steckt oft etwas ganz Einfaches dahinter: Durst. In diesem Beitrag zeige ich dir, warum Trinken mit den Jahren wichtiger wird und wie du ganz entspannt auf deine Menge kommst.
Warum wir mit dem Alter weniger Durst spüren
Unser Körper besteht zu etwa 50 bis 60 Prozent aus Wasser. Es transportiert Nährstoffe, reguliert die Körpertemperatur, hält die Gelenke geschmeidig und hilft den Nieren, Abfallstoffe auszuscheiden.
Mit zunehmendem Alter verändern sich mehrere Dinge gleichzeitig:
- Das Durstgefühl wird schwächer. Das Signal "Ich brauche Wasser" kommt später und leiser.
- Der Wasseranteil im Körper sinkt. Muskeln speichern viel Wasser. Weniger Muskelmasse bedeutet auch weniger Wasserreserve.
- Die Nieren arbeiten anders. Sie können den Urin nicht mehr so stark konzentrieren und verlieren dadurch mehr Flüssigkeit.
- Manche Medikamente wie entwässernde Mittel erhöhen den Flüssigkeitsverlust zusätzlich.
Dazu kommt ein ganz menschlicher Grund: Viele trinken bewusst weniger, um nachts nicht so oft auf die Toilette zu müssen oder unterwegs nicht ständig suchen zu müssen.
Woran du erkennst, dass du zu wenig trinkst
Ein leichter Flüssigkeitsmangel zeigt sich oft unauffällig:
- Müdigkeit und Antriebslosigkeit, besonders am Nachmittag
- Kopfschmerzen
- Konzentrationsprobleme und Vergesslichkeit
- trockene Haut und trockene Lippen
- dunkelgelber Urin
- Schwindel beim schnellen Aufstehen
- Verstopfung
- Muskelkrämpfe
Ein einfacher Selbsttest ist die Farbe des Urins. Hellgelb bis fast farblos ist gut. Ist er dunkelgelb, darf es mehr sein.
Wichtig: Bei starker Verwirrtheit, anhaltendem Schwindel oder sehr wenig Urin bitte ärztlichen Rat einholen.
Wie viel solltest du trinken?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen rund 1,5 Liter über Getränke am Tag. Den Rest nimmt der Körper über das Essen auf, zum Beispiel über Suppen, Obst und Gemüse.
Mehr brauchst du:
- an heißen Tagen
- beim Sport und nach dem Training
- bei Fieber, Durchfall oder Erbrechen
- in stark geheizten Räumen im Winter
Wichtig: Wer wegen einer Herz- oder Nierenerkrankung eine bestimmte Trinkmenge vom Arzt bekommen hat, hält sich bitte an diese Vorgabe.
Was zählt zur Trinkmenge?
|
Getränk |
Bewertung |
|---|---|
|
Leitungswasser und Mineralwasser |
Ideal, kalorienfrei und günstig |
|
Ungesüßte Kräuter- und Früchtetees |
Sehr gut, warm und kalt |
|
Kaffee und schwarzer Tee |
Zählen in normalen Mengen mit |
|
Saftschorlen (1 Teil Saft, 3 Teile Wasser) |
Gut, besonders nach dem Sport |
|
Milch und Buttermilch |
Eher ein Lebensmittel, liefert aber auch Flüssigkeit und Eiweiß |
|
Reine Säfte, Limonaden, Eistee |
Besser selten, viel Zucker |
|
Alkohol |
Zählt nicht, entzieht dem Körper eher Flüssigkeit |
Trinken und Training
Wer sich bewegt, verliert über den Schweiß zusätzlich Flüssigkeit. Schon ein kleiner Mangel kann die Leistung spürbar senken und das Risiko für Krämpfe und Schwindel erhöhen.
- Vor dem Training: ein Glas Wasser etwa eine halbe Stunde vorher
- Während des Trainings: in den Pausen ein paar Schlucke
- Nach dem Training: in Ruhe nachtrinken, gerne eine Saftschorle
Meine Tricks für den Alltag
- Der Morgen-Start: Trink jeden Morgen ein großes Glas Wasser, noch vor dem Kaffee.
- Sichtbar machen: Stell eine Karaffe oder Flasche dahin, wo du dich viel aufhältst.
- An Gewohnheiten koppeln: Ein Glas zu jeder Mahlzeit, eines nach jedem Toilettengang, eines beim Zeitunglesen.
- Geschmack dazu: Zitrone, Gurke, Minze, Ingwer oder ein paar Beeren machen Wasser spannender.
- Immer dabei: Nimm zu jedem Ausflug, zur Radtour und zum Training eine Flasche mit.
- Im Herbst und Winter: Eine Kanne Tee am Nachmittag wärmt und zählt voll mit.
- Klüger verteilen: Trink vormittags und am frühen Nachmittag mehr, abends dann etwas weniger. So musst du nachts seltener raus.
Fazit
Trinken ist keine große Sache, aber eine mit großer Wirkung. Oft sind die Nachmittagsmüdigkeit und der dumpfe Kopf einfach Durst. Mit ein paar festen Gewohnheiten kommst du ganz nebenbei auf deine Menge und fühlst dich wacher und fitter.
Wie viel trinkst du ehrlich am Tag? Und was ist dein liebstes Getränk? Ich bin gespannt auf deine Antwort in den Kommentaren.
Deine Jenny